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„Windows 11 ist nur heiße Luft“: Warum Brave-Browser endlich die Wahrheit über Microsofts umstrittenes Feature enthüllt und Nutzer schützt

Mara Neumann Von Mara Neumann
3 Min. Lesezeit
„Windows 11 ist nur heiße Luft“: Warum Brave-Browser endlich die Wahrheit über Microsofts umstrittenes Feature enthüllt und Nutzer schützt
Illustration von der Blockierung des Microsoft-Features „Recall“ durch den Brave-Browser zum Schutz der Nutzerdaten.
KURZ GESAGT
  • 🔒 Brave blockiert das umstrittene Microsoft-Feature „Recall“, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.
  • 🛡️ Das Feature „Recall“ erstellt automatisch Screenshots und speichert sie lokal, was datenschutzrechtliche Bedenken hervorruft.
  • 💻 Technische Maßnahmen wie die SetInputScope-API werden verwendet, um die Erfassung durch Recall zu verhindern.
  • 🌐 Andere Dienste wie Signal und Adguard folgen dem Beispiel von Brave und bieten ebenfalls Blockierungsoptionen an.

Der Browser-Markt steht vor einer neuen Herausforderung: Mit der Veröffentlichung der Version 1.81 des Brave-Browsers wird das umstrittene Microsoft-Feature „Recall“ blockiert. Dieses Feature, das automatisch Screenshots der Benutzeraktivitäten auf Windows 11 erstellt und speichert, hat in den letzten Monaten für erhebliche Diskussionen gesorgt. Vor allem der Schutz der Privatsphäre der Nutzer steht im Mittelpunkt der Kritik. Brave hat sich dazu entschlossen, proaktiv gegen diese Funktion vorzugehen und verspricht damit einen besseren Schutz sensibler Daten seiner Nutzer. Dies ist ein bedeutsamer Schritt in einer Zeit, in der Datenschutz immer wichtiger wird.

Die Einführung von Microsoft Recall und die Reaktionen

Im Mai 2024 führte Microsoft das Feature „Recall“ ein, das Benutzer dabei unterstützen soll, zuvor angezeigte Inhalte durch regelmäßig erstellte Screenshots leichter wiederzufinden. Diese Screenshots werden in einer lokalen Datenbank abgelegt. Die ursprüngliche Version speicherte diese Daten jedoch unverschlüsselt, was zu erheblichen Bedenken seitens der Datenschutzexperten führte. Obwohl Microsoft später Sicherheitsverbesserungen implementierte, blieb die Skepsis bestehen.

Brave, ein Browser, der sich den Schutz der Nutzerdaten auf die Fahnen geschrieben hat, reagierte prompt. In einem Blogbeitrag erklärte das Unternehmen, dass die Browser-Historie der Nutzer nicht ungeschützt in einer potenziell zugänglichen Datenbank landen dürfe. Diese Position verdeutlicht das Engagement von Brave für den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer.

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Technische Maßnahmen von Brave

Um seine Nutzer zu schützen, nutzt Brave die SetInputScope-API von Microsoft. Jeder Browser-Tab wird mit dem Attribut IS_PRIVATE gekennzeichnet. Dies signalisiert dem Betriebssystem, dass diese Fenster nicht erfasst oder indiziert werden dürfen. Auf diese Weise behandelt Brave alle Tabs als permanente Privatfenster, wobei keinerlei Recall-Screenshots erstellt werden.

Diese Funktion ist bereits in den mobilen Nightly-Builds aktiv und wird in den kommenden Wochen in die stabile Version integriert. Nutzer, die dennoch das Recall-Feature verwenden möchten, können den Block in den Einstellungen unter „Privacy & Security“ deaktivieren.

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Andere Dienste folgen dem Beispiel

Brave ist nicht der einzige Dienst, der gegen Recall vorgeht. Auch Signal hat in seiner Desktop-Version eine ähnliche Funktion eingeführt, um Recall vollständig zu blockieren. Allerdings gibt es bei Signal Einschränkungen: Die DRM-Flags blockieren ebenfalls Screenreader, was die barrierefreie Nutzung erschwert.

Adguard bietet ebenfalls einen Recall-Blocker als Teil seiner Datenschutzfunktionen an. Dieser ist nicht standardmäßig aktiviert, kann aber als Option genutzt werden. Der Widerstand gegen Recall wächst stetig, was Microsoft unter Druck setzt, seine Position zu überdenken.

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Die Zukunft von Recall und Datenschutz

Recall ist derzeit eines der umstrittensten Features von Windows 11. Trotz der zunehmenden Kritik und der Maßnahmen von Diensten wie Brave und Signal hält Microsoft bisher an dem Feature fest. Die Diskussion um Datenschutz und Nutzersicherheit ist damit jedoch längst nicht beendet. Die Frage, wie weitgehend und in welcher Form Nutzerdaten erfasst und gespeichert werden dürfen, bleibt weiterhin aktuell.

Die Auseinandersetzung zwischen Datenschutz und Benutzerfreundlichkeit wird in der digitalen Welt immer relevanter. Es bleibt abzuwarten, wie Microsoft und andere große Tech-Unternehmen auf diesen Druck reagieren werden. Welche Maßnahmen könnten noch ergriffen werden, um die Privatsphäre der Nutzer zu gewährleisten?

Dieser Artikel basiert auf verifizierten Quellen und wird durch redaktionelle Technologien unterstützt.
Mara Neumann

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Mara Neumann

Mara Neumann hat als Verkäuferin in einem Elektronikfachmarkt in Köln angefangen und später Produkttests für einen Verbraucherblog geschrieben. Bei Smartphone-Web schreibt sie über Apps, vernetzte Geräte und Schnäppchen, immer mit dem tatsächlichen Preis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Zu Hause steuert sie das Licht per App, den Kaffee aber noch von Hand.