FRITZ!Box 7530 AX: DNS-Filter sperren Werbung und Phishing im ganzen Netz

Mit FRITZ!OS 8.50 sperren Filterlisten auf der 7530 AX Werbung, Tracker und Phishing-Seiten. Das Update kommt gleichzeitig auf die baugleichen 1&1 HomeServer.

Timo Hartwig Von Timo Hartwig
3 Min. Lesezeit
FRITZ!Box 7530 AX: DNS-Filter sperren Werbung und Phishing im ganzen Netz
Symbolfoto. Ein heimischer Arbeitsplatz mit Laptop am Schreibtisch: Schutzfunktionen im ganzen Netz sichern verbundene Geräte ab.

Kurz gesagt

  • Die 7530 AX erhält FRITZ!OS 8.50 als finales Update zum Download.
  • Baugleiche 1&1 HomeServer bekommen die Firmware zeitgleich.
  • Das Update lässt sich automatisch, per Klick oder manuell einspielen.

Besitzer einer FRITZ!Box 7530 AX können ab sofort auf FRITZ!OS 8.50 wechseln. Laut Caschys Blog liegt die finale Version zum Download bereit. Im Mittelpunkt stehen DNS-Filter, hinzu kommen Änderungen bei Netzwerk, Smart Home und Glasfaser-Wechsel.

Wer das Update jetzt bekommt

FRITZ! hat den Roll-out für die 7530 AX gestartet, wie mobiFlip berichtet. Auch die baugleichen 1&1 HomeServer erhalten die Firmware. Wie 1&1 mitgeteilt hat, werden kompatible HomeServer-Modelle gleichzeitig mit den entsprechenden Original-Geräten von FRITZ! beliefert. Eine gesonderte Freigabe oder längere Wartezeit ist für Provider-Kunden deshalb nicht nötig.

Auf den HomeServern bleibt der gesamte Funktionsumfang bestehen. Dazu gehört die Möglichkeit, Vorabversionen aus dem FRITZ! Labor von Hand einzuspielen.

Die FRITZ!Box 5690 war schon früher an der Reihe und hat die neue Firmware vorher erhalten. Mit der 7530 AX folgt der Berliner Hersteller nun bei einem weiteren, viel genutzten DSL-Router.

Die Meldung von Caschys Blog bezeichnet die 7530 AX als beliebten DSL-Router und spricht von einer ganzen Reihe an Verbesserungen und neuen Funktionen, die FRITZ! mit der Version 8.50 mitliefert. Wer den Router besitzt, bekommt also nicht nur eine einzelne Funktion, sondern ein Paket aus mehreren Bausteinen.

Das gilt auch für Kunden von 1&1: Für sie erscheint die Firmware nach Angaben des Providers zeitgleich mit den baugleichen FRITZ!Box-Geräten. Sie müssen daher nicht auf eine eigene Freigabe des Anbieters warten, bevor sie die neuen Funktionen nutzen können.

DNS-Filter als wichtigste Neuerung

Mit den DNS-Filtern sperrt die FRITZ!Box Domains anhand von Filterlisten. Laut FRITZ! lassen sich auf diese Weise etwa Werbung, Tracker, Schadsoftware und Phishing-Seiten blockieren. DNS-Anfragen im Heim- und Gastnetz können nun gezielter über solche Listen abgesichert werden. Die Filterung gilt damit nicht nur für das eigene Netz, sondern auch für das Gästenetz.

Die Filterlisten arbeiten auf der Ebene der Namensauflösung: Fragt ein Gerät im Netz eine Domain an, die auf einer Liste steht, sperrt die FRITZ!Box diese Adresse. Nach Darstellung von mobiFlip zählt diese Funktion zu den interessantesten Neuerungen des Updates.

Für Smartphones, Tablets und andere vernetzte Geräte im Haushalt greift die Sperre dadurch zentral am Router. Eine Einstellung auf jedem einzelnen Gerät ist laut den Berichten dafür nicht vorgesehen.

Weitere Neuerungen im Überblick

Bereich Änderung
Priorisierung Bandbreitenintensive Anwendungen und Echtzeit-Kommunikation wie Videokonferenzen werden automatisch bevorzugt behandelt.
Online-Monitor Detailliertere Übersicht, wie stark einzelne Geräte die Leitung auslasten.
Smart Home Mehr Auslöser für Routinen sowie zusätzliche Vorlagen.
Glasfaser-Wechsel Überarbeiteter Assistent, der den Wechsel von DSL auf Glasfaser beim gleichen Anbieter erleichtert.
Stabilität Detailkorrekturen und Stabilitätsverbesserungen am System, an DECT-Verbindungen und am WLAN.

So gelangt das Update auf die Box

Laut mobiFlip gibt es mehrere Wege, die sich je nach Vorliebe wählen lassen:

  1. Ist die Auto-Update-Funktion aktiviert, kommt die Firmware automatisch auf die FRITZ!Box.
  2. Alternativ genügt ein Klick auf „Update starten“ in der Benutzeroberfläche unter „fritz.box“.
  3. Wer die Kontrolle behalten möchte, lädt die Firmware-Datei vom FTP-Server von FRITZ! herunter und installiert sie manuell.

Einordnung durch den mobiFlip-Autor

Der mobiFlip-Autor hält die DNS-Filter und die automatische Priorisierung für sinnvolle Ergänzungen. Aus seiner Sicht bedeutet das für Nutzer von Pi-hole eine ernstzunehmende Konkurrenz direkt ab Werk. Er schreibt außerdem, die hagezi dns-blocklists schienen problemlos zu laufen. Das ist sein persönlicher Eindruck, keine Herstellerangabe.

Der Bericht von mobiFlip erschien am 22. Oktober 2026, ebenso wie der Beitrag von Caschys Blog. Beide Meldungen beschreiben den Roll-out als ab sofort gestartet.

Foto: I’m Zion / Pexels

Timo Hartwig

Gerät, Software, Nutzung

Timo Hartwig

Timo Hartwig war Techniker in einer Handy-Reparaturwerkstatt in Leipzig, bevor er zum Schreiben kam. Bei Smartphone-Web berichtet er über Smartphones, Nachrichten aus der Branche und Anwendungen künstlicher Intelligenz im Alltag. Er öffnet jedes neue Gerät zuerst, um zu sehen, wie es verklebt ist.