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Microsoft Copilot berechnet Cowork, Code und Autopilot künftig nach Nutzung

Home führt Chat, Cowork und Office-Funktionen zusammen, während Code digitale Werkzeuge aus Texteingaben erzeugt. Für aufwendigere Agentenaufgaben sieht Microsoft eine nutzungsabhängige Abrechnung vor.

Felix Brandt Von Felix Brandt
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Microsoft Copilot berechnet Cowork, Code und Autopilot künftig nach Nutzung
Symbolfoto. Eine Person nutzt einen tragbaren Computer vor den Serverschränken eines Rechenzentrums.

Microsoft hat Copilot am 25. September 2026 neu gegliedert und die drei Bereiche Home, Code und Autopilot vorgestellt.

Home und Code werden zunächst über das Frontier-Programm für frühen Zugriff verteilt. Beide Funktionen sollen dort in den kommenden Wochen verfügbar werden. Autopilot folgt einem eigenen Zeitplan und geht Ende September zunächst in eine private Vorschau. Der Umbau erreicht damit nicht sofort alle Copilot-Nutzer, sondern wird gestaffelt eingeführt.

Home verbindet Chat, Cowork und Office-Dateien

Home wird zum zentralen Einstieg in Copilot. Microsoft führt dort den bisherigen Chat und den Arbeitsmodus Cowork zusammen, grenzt ihre Aufgaben aber weiterhin voneinander ab. Zusätzlich werden Funktionen aus Word, Excel und PowerPoint direkt in den Assistenten integriert. Dokumente, Tabellen und Präsentationen lassen sich dadurch innerhalb von Copilot erstellen oder bearbeiten.

Bereich Aufgabe Praktischer Einsatz
Chat Schnelle Fragen und Entwürfe Informationen abfragen oder Texte vorbereiten
Cowork Komplexere delegierte Arbeiten Umfangreiche Aufgaben an Copilot übergeben
Office-Funktionen Dateien erstellen und bearbeiten Dokumente, Tabellen und Präsentationen direkt anlegen oder verändern

Für den Alltag bedeutet diese Aufteilung: Chat bleibt für eine kurze Antwort oder einen ersten Entwurf vorgesehen. Cowork soll dagegen Aufgaben übernehmen, die aus mehreren Arbeitsschritten bestehen und als vollständiger Auftrag delegiert werden. Die eingebundenen Office-Funktionen liefern anschließend bearbeitbare Dateien statt einer bloßen Antwort im Chatfenster.

Code erstellt digitale Werkzeuge aus Beschreibungen

Mit Code richtet Microsoft Copilot auch an Menschen ohne klassische Programmiererfahrung. Nutzer beschreiben in natürlicher Sprache, welches Werkzeug sie benötigen. Der Assistent kann daraus Apps, Tracker, Dashboards, Automatisierungen oder Workflows erstellen. Damit soll eine Aufgabenbeschreibung genügen, um ein nutzbares digitales Hilfsmittel aufzubauen.

Eine Person tippt auf der Tastatur eines Laptops an einem Konferenztisch.
Symbolfoto. Arbeiten an einem Laptop an einem Konferenztisch in einem Büro. Quelle: Pexels. Urheber: Mikhail Nilov. Lizenz: Pexels License.

Code basiert auf derselben zugrunde liegenden Technologie wie GitHub Copilot. Die erzeugten Anwendungen laufen in einer Sandbox, also in einer vom übrigen System abgegrenzten Umgebung. Diese Trennung ist im Umgang mit erzeugtem Programmcode relevant. Welche Risiken selbstständig arbeitende Systeme in diesem Bereich berühren können, zeigt auch ein dokumentierter Fall, bei dem KI-Agenten Schwachstellen in Programmcode sichtbar machten.

Autopilot bleibt für wiederkehrende Aufgaben aktiv

Autopilot hieß zuvor Scout und unterscheidet sich von einer einzelnen Anfrage durch seine dauerhafte Rolle. Nutzer statten den Agenten mit einem Namen, einer Rolle und einem Ziel aus. Anschließend kann er Kanäle überwachen, Diskussionsverläufe verfolgen und wiederkehrende Arbeiten erledigen. Er ist damit für Prozesse gedacht, die nicht nach einer einzigen Antwort abgeschlossen sind.

Microsoft plant die private Vorschau für Ende September. Wie sich das Verhalten mehrerer autonomer Systeme untersuchen lässt, zeigen ergänzend Simulationen mit einer großen Zahl von KI-Agenten. Bei Copilot steht dagegen ein konfigurierbarer Agent für konkrete Arbeitsabläufe im Mittelpunkt.

Agentische Arbeit verursacht nutzungsabhängige Kosten

Beim Bezahlen trennt Microsoft alltägliche Funktionen von aufwendigeren agentischen Aufgaben. Chat und die integrierte Office-Nutzung bleiben an eine feste Nutzerlizenz gebunden. Für Cowork, Code und Autopilot ist zusätzlich eine nutzungsabhängige Abrechnung vorgesehen. Konkrete Preise pro Credit oder Nutzungseinheit sind nicht genannt.

Abrechnungsart Funktionen
Feste Nutzerlizenz Chat und integrierte Office-Nutzung
Nutzungsabhängige Abrechnung Cowork, Code und Autopilot

Die Lizenz bleibt Voraussetzung für den Zugriff. Bei Unternehmenskunden sind die verbrauchsabhängigen Dienste zunächst deaktiviert. Sie werden erst nutzbar und abrechenbar, wenn ein Administrator im Microsoft-365-Admincenter eine Ausgabenrichtlinie anlegt. Unternehmen erhalten damit eine Freigabestufe, bevor zusätzliche Kosten durch die neuen Dienste entstehen.

Darüber berichteten unter anderem Caschys Blog („Microsoft Copilot: Großes Update bringt Home, Code und autonome Agenten“) und unite.ai („Microsoft Copilot-Überarbeitung fügt Home Hub, Code Builder und Autopilot-Agent hinzu“); den Hintergrund beschreibt der Wikipedia-Artikel Microsoft Copilot.

Titelbild. Quelle: Pexels. Urheber: Christina Morillo. Lizenz: Pexels License.

Felix Brandt

Gerät, Software, Nutzung

Felix Brandt

Felix Brandt hat Informatik studiert und einige Jahre als Entwickler in einem Münchner Start-up gearbeitet. Bei Smartphone-Web schreibt er über künstliche Intelligenz, Sprachmodelle und neue Funktionen auf Smartphones und Computern. Er testet jedes KI-Werkzeug mit denselben zehn Fragen.