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„Diese Technologie hat uns überrascht“: Autonomes Fahren im Real-World-Test mit 200 Crashes und einem unerwarteten Sieger, der alle verblüfft

Timo Hartwig Von Timo Hartwig
4 Min. Lesezeit
„Diese Technologie hat uns überrascht“: Autonomes Fahren im Real-World-Test mit 200 Crashes und einem unerwarteten Sieger, der alle verblüfft
Illustration von einem Test autonomer Fahrzeuge auf einer Autobahn mit Herausforderungen, erstellt durch künstliche Intelligenz.
KURZ GESAGT
  • 🚗 Der Test des Magazins Dongchedi umfasst 36 Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen in 15 realen Szenarien.
  • ❗ Insgesamt kam es zu mehr als 200 Unfällen, die die Zuverlässigkeit aktueller Technologien in Frage stellen.
  • 🏆 Die Tesla-Modelle schnitten am besten ab, wobei das Model X besonders in städtischen Umgebungen überzeugte.
  • 💡 Expert:innen weisen auf Probleme beim Maschinenlernen hin, die zu inkonsistenten Ergebnissen führen können.

Das autonome Fahren gilt als die Zukunft der Mobilität. Ein aktueller Test wirft jedoch ein neues Licht auf die Fähigkeiten und Grenzen dieser Technologie. Das chinesische Automagazin Dongchedi hat 36 Autos mit Fahrerassistenzsystemen (ADAS) unter realen Bedingungen getestet. In 15 herausfordernden Szenarien mussten sich diese Fahrzeuge beweisen. Das Ergebnis: Über 200 Unfälle und ein überraschender Sieger. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass die Erwartungen an autonomes Fahren noch nicht in allen Bereichen erfüllt werden. Was bedeutet das für die Zukunft dieser Technologie?

Fahrassistenten im Real-World-Test

Der Test des Automagazins Dongchedi zielte darauf ab, die Leistungsfähigkeit von Fahrerassistenzsystemen auf die Probe zu stellen. Auf einer abgesperrten Autobahn mussten die autonomen Fahrzeuge verschiedene Szenarien meistern, die im echten Verkehr auftreten können. Dazu gehörten plötzliche Gefahrenbremsungen, das Erkennen und Umfahren von Baustellen sowie das Vermeiden von Kollisionen mit Wildtieren, die durch Attrappen simuliert wurden. Besonders erschreckend war die Tatsache, dass 15 der getesteten Fahrzeuge keines der Szenarien ohne Unfall bewältigen konnten. Dies wirft Fragen zur Zuverlässigkeit und Sicherheit der aktuellen Technologien auf. Unter den gescheiterten Modellen befanden sich nicht nur Fahrzeuge chinesischer Hersteller wie Zeekr, BYD oder Xiaomi, sondern auch renommierte Marken wie VW und Mercedes-Benz.

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Tesla Model X ganz vorn im Ranking

Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern konnte sich Tesla mit seinen Modellen Model 3 und Model X an die Spitze des Rankings setzen. Besonders das Tesla Model X überzeugte durch seine herausragende Leistung. Es war das einzige Fahrzeug, das die Simulation einer Wildschwein-Kollision erfolgreich vermeiden konnte. In städtischen Testumgebungen setzte sich das Model X ebenfalls durch und bestand acht von neun Herausforderungen. Diese Ergebnisse sind bemerkenswert, da Tesla auf Kameras statt auf Lidar und Radar setzt, eine Strategie, die oft kritisch betrachtet wird. Dennoch zeigt sich in diesem Test, dass die jahrelange Erfahrung und die umfangreiche Datensammlung von Tesla eine starke Basis für leistungsfähige Fahrerassistenzsysteme bilden können.

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Mercedes-Benz und VW müssen aufgeben

Besonders enttäuschend war das Abschneiden von Mercedes-Benz und VW. Beide Hersteller konnten ihre Fahrzeuge aufgrund starker Beschädigungen durch die vorherigen Crashes nicht mehr in städtischen Tests verwenden. Zu den urbanen Herausforderungen gehörten das Einfahren in Kreisverkehre, das Ausführen von Wendemanövern und das Reagieren auf Fußgänger:innen sowie aggressive Fahrradfahrer:innen. Die hohe Anzahl von 216 Unfällen bei 397 Testfahrten verdeutlicht die Komplexität und die noch zu überwindenden Hürden im Bereich des autonomen Fahrens. Diese Resultate lassen erkennen, dass etablierte Automarken in Bezug auf autonomes Fahren noch vor großen Herausforderungen stehen.

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Experte: Maschinenlernen als Problem

Ein weiteres Problem, das bei den Tests auffiel, war die Inkonsistenz der Fahrerassistenzsysteme. Selbst bei Fahrzeugen desselben Modells kam es zu unterschiedlichen Ergebnissen. Expert:innen sehen die Ursache in der Art und Weise, wie viele ADA-Systeme durch Maschinenlernen trainiert werden. Diese Systeme sammeln Erfahrungen und können lernen, wie man fährt, aber nicht unbedingt warum. Diese Unsicherheit kann zu variablen Ergebnissen bei identischen Tests führen und verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die Entwickler stehen. Lu Guang Quan von der Universität für Luft- und Raumfahrt in Peking erklärt: „Ein solches Modell sammelt lediglich Erfahrung. Es weiß, wie man fährt, aber nicht warum.“ Dies bringt neue Fragen zur Zuverlässigkeit und Sicherheit von selbstlernenden Systemen mit sich.

Die Ergebnisse des umfangreichen Tests von Dongchedi werfen viele Fragen auf. Die hohe Anzahl von Unfällen und die inkonsistenten Ergebnisse bei identischen Tests zeigen, dass es noch viele Herausforderungen zu bewältigen gibt, bevor autonomes Fahren zum Standard werden kann. Insbesondere die Tatsache, dass auch bekannte Marken wie Mercedes-Benz und VW Schwierigkeiten hatten, verdeutlicht die Komplexität der Aufgabe. Werden die Hersteller die nötigen Lektionen aus diesen Tests lernen und ihre Systeme weiter verbessern können?

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Timo Hartwig

Gerät, Software, Nutzung

Timo Hartwig

Timo Hartwig war Techniker in einer Handy-Reparaturwerkstatt in Leipzig, bevor er zum Schreiben kam. Bei Smartphone-Web berichtet er über Smartphones, Nachrichten aus der Branche und Anwendungen künstlicher Intelligenz im Alltag. Er öffnet jedes neue Gerät zuerst, um zu sehen, wie es verklebt ist.