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„Das ist Ihre Chance auf Entschädigung!“: Dieser Trick zeigt, wie Sie Bis zu 10.000 Euro von Facebook Fordern und den Geheimbereich Entdecken

Timo Hartwig Von Timo Hartwig
3 Min. Lesezeit
„Das ist Ihre Chance auf Entschädigung!“: Dieser Trick zeigt, wie Sie Bis zu 10.000 Euro von Facebook Fordern und den Geheimbereich Entdecken
Illustration von der Datensammlung durch Meta und den möglichen Verstößen gegen die DSGVO.
KURZ GESAGT
  • 📊 Der Tech-Konzern Meta sammelt umfangreiche Nutzerdaten, was möglicherweise gegen die DSGVO verstößt.
  • ⚖️ Erfolgreiche Klagen gegen Meta könnten Betroffenen bis zu 10.000 Euro Schadenersatz einbringen.
  • 🔍 Rund 50 Millionen Deutsche könnten aufgrund der Datensammlung berechtigt sein, Klage einzureichen.
  • 💼 Für eine risikofreie Entschädigung bieten Dienstleister wie Privacyreclaim den Ankauf von Ansprüchen an.

Die Nutzung von sozialen Netzwerken gehört für viele Menschen zum Alltag. Was jedoch die wenigsten wissen, ist das Ausmaß der Datensammlung durch den Tech-Konzern Meta, der hinter Facebook, Instagram und Whatsapp steht. In der Europäischen Union könnte diese Praxis nun rechtliche Konsequenzen haben, da sie möglicherweise gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstößt. Für Nutzer:innen könnte dies eine Chance auf Schadenersatz bedeuten, doch der Weg dorthin ist nicht ohne Hindernisse. In diesem Artikel beleuchten wir die Mechanismen der Datensammlung, die rechtlichen Auseinandersetzungen und die Möglichkeiten für Betroffene.

Meta weiß viel über das Surfverhalten

Der US-Konzern Meta nutzt verschiedene Tools, um das Surfverhalten seiner Nutzer:innen detailliert nachzuverfolgen. Selbst wenn Nutzer:innen ausgeloggt sind oder die Übertragung von Daten an Drittanbieter im Browser deaktiviert haben, sammelt Meta Informationen. Diese Daten umfassen unter anderem Einkäufe, Serienpräferenzen und Interessengebiete. Besonders umstritten sind dabei das Meta-Pixel und die Meta-Conversion-API, die selbst auf sensiblen Plattformen wie Erotikshops, Gesundheitsportalen und Datingseiten eingebunden sind. Laut der DSGVO ist eine solche Datensammlung nur nach vorheriger Zustimmung der Nutzer:innen erlaubt, was in vielen Fällen nicht erfolgt. Verbraucherschützer:innen schlagen daher Alarm, da die Rechte der Bürger:innen auf Datenschutz verletzt werden könnten.

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Verstoß gegen DSGVO? Meta sagt, nein

Meta behauptet, sich an die geltenden Gesetze zu halten, doch viele Rechtsexpert:innen sehen das anders. Die Speicherung externer Daten ohne explizite Einwilligung der Nutzer:innen verstößt laut ihnen gegen die DSGVO. In zahlreichen Gerichtsverfahren musste sich Meta bereits verantworten und verlor dabei in vielen Fällen. So hat die Kanzlei BK Baumeister & Kollegen in einem Drittel der angestrebten Verfahren Schadenersatz von bis zu 10.000 Euro erwirkt. Diese Erfolge zeigen, dass es eine rechtliche Grundlage für Ansprüche geben könnte, auch wenn Meta weiterhin an seiner Rechtsauffassung festhält.

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50 Millionen Deutsche könnten klagen

Die Dimension einer möglichen Klagewelle gegen Meta ist gewaltig. Allein in Deutschland könnten rund 50 Millionen Nutzer:innen von Facebook und Instagram betroffen sein. Sollte ein signifikanter Teil dieser Personen Klage einreichen und erfolgreich sein, könnte dies Meta Milliarden kosten. Doch der Weg zu einer Entschädigung ist steinig: Von 1.500 eingereichten Klagen waren lediglich 500 erfolgreich. Meta geht zudem oft in Berufung, was den Prozess für Kläger:innen langwierig und kostspielig macht. Die Gefahr, dass selbst bei einem erfolgreichen erstinstanzlichen Urteil hohe Kosten anfallen, ist groß. Diese Unsicherheiten schrecken viele potenzielle Kläger:innen ab.

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Klagen können teuer werden

Die finanziellen Risiken einer Klage sind nicht zu unterschätzen. Bei einem Streitwert von 9.000 Euro können Anwalts- und Gerichtskosten von über 4.800 Euro entstehen, und das nur für die erste Instanz. Die Stiftung Warentest empfiehlt daher, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, bevor man sich in einen Rechtsstreit mit Meta begibt. Alternativ besteht die Möglichkeit, seine Ansprüche an Dienstleister wie Privacyreclaim zu verkaufen. Diese zahlen pauschal 40 Euro, übernehmen dafür jedoch das volle Risiko eines Rechtsstreits. Somit müssen sich Betroffene entscheiden, ob sie das Risiko und die langwierigen Prozesse auf sich nehmen oder auf eine potenziell höhere Entschädigung verzichten.

Option Vorteil Nachteil
Klage einreichen Potenziell hohe Entschädigung Hohe Kosten und Zeitaufwand
Ansprüche verkaufen Kein Risiko, sofortige Auszahlung Geringe Entschädigung

Die Möglichkeit, Schadenersatz von Meta zu fordern, ist real und könnte vielen Nutzer:innen zugutekommen. Doch der Weg dorthin ist mit Risiken und Unsicherheiten gepflastert. Ob man den langen Weg einer Klage beschreitet oder sich mit einer geringeren, aber risikofreien Entschädigung begnügt, ist eine individuelle Entscheidung. Wird Meta seine Geschäftspraktiken ändern, um künftige Klagen zu vermeiden, oder wird der Konzern weiterhin auf Konfrontationskurs bleiben?

Dieser Artikel basiert auf verifizierten Quellen und wird durch redaktionelle Technologien unterstützt.
Timo Hartwig

Gerät, Software, Nutzung

Timo Hartwig

Timo Hartwig war Techniker in einer Handy-Reparaturwerkstatt in Leipzig, bevor er zum Schreiben kam. Bei Smartphone-Web berichtet er über Smartphones, Nachrichten aus der Branche und Anwendungen künstlicher Intelligenz im Alltag. Er öffnet jedes neue Gerät zuerst, um zu sehen, wie es verklebt ist.